Soziale Integration

Nora und Iris sind sechs Jahre alt. Nora hüpft und springt über den Spielplatz, Iris rollt in ihrem Rollstuhl hinterdrein. Nora und Iris sind Freundinnen.

Sie waren gemeinsam im Kindergarten - jetzt gehen sie zusammen in die Schule.

In eine Integrationsklasse.

Solche Integrationsklassen gibt es auch in unserer Schule.

3 -5 Kinder, die besondere Unterstützungen brauchen, weil sie eine Lern- oder Körperbehinderung, eine Entwicklungsverzögerung, eine kognitive Beeinträchtigung oder eine Verhaltensbehinderung haben, besuchen gemeinsam mit anderen Kindern die Klasse.

Sie werden von zwei Lehrerinnen unterrichtet - wenn nötig, nach verschiedenen Lehrplänen.

Offene Unterrichtsformen, eine vorbereitete Lernumgebung, Montessoripädagogik oder andere reformpädagogische Ansätze ermöglichen, dass jedes Kind bekommt, was es braucht:

Die einen ein größeres Lernangebot, die anderen ein reduziertes.

„Differenzierung“ und „Individualisierung“ sind die Schlagworte im österreichischen Lehrplan, hinter denen sich versteckt, dass alle Kinder einer Lerngruppe auf ihrem Entwicklungsstand gefördert und gefordert werden, auf ihre individuellen Bedürfnisse Rücksicht genommen wird und dass alle Kinder an einem gemeinsamen Vorhaben arbeiten und lernen.
Die Beurteilung erfolgt in der Integrationsklasse zumindest in den ersten beiden Schuljahren alternativ.

Und was lernen Kinder in einer Integrationsklasse - neben Lesen, Schreiben, Rechnen,... - noch?

Auf einander Rücksicht zu nehmen, einander zu helfen, füreinander Verständnis zu haben und dass jeder Mensch wertvoll ist!

Aber ehrlich gesagt: Das kann man bei uns in jeder Klasse lernen!